Vor rund 3,5 Milliarden Jahren entstand das Leben auf der Erde, in der sogenannten Ursuppe, wahrscheinlich unter der Einwirkung von Licht – die ersten Algen.

Im Laufe der Zeit bis entwickelten sich daraus über 50.000 verschiedene Arten, die heute bekannt sind. Durch Wind und Regen verteilten sie sich auf dem ganzen Planeten. Sie sind auch an den unwirtlichsten Orten anzutreffen und – was die wenigsten Menschen wissen – sie erzeugen rund 80-90% des Sauerstoffes. Alle Grünpflanzen der Erde zusammen die restlichen 10-20%.

Am bekanntesten sind die Meeresalgen, die für kosmetische Behandlungen und Kuren angewendet werden. Fast jeder hat schon einmal von der Thalasso-Therapie gehört. Auch Algencremes und Algenkosmetik finden sich in Reformhäusern und Kosmetikstudios. Mit zunehmender Verbreitung der asiatischen Küche in Europa kommen verschiedene Meeresalgen auch hierzulande immer öfter auf den Tisch, z.B. in Sushi, Suppen usw.

Allen Meeresalgen ist gemeinsam, dass sie viel Jod enthalten und so bei Jodmangel als Jodquelle dienen können. Vorsicht ist hier geboten bei Schilddrüsenüberfunktion. Menschen, die daran leiden, sollten auf Algen aus Seen zurückgreifen, die kein bzw. nur Spuren von Jod enthalten. Kurzzeitige hohe Dosen an Jod erhöhen den Körperstoffwechsel und die Körpertemperatur, was viele Viren und Bakterien überhaupt nicht mögen. Erkältungen dauern so nur kurze Zeit, während man sonst lange damit zu kämpfen hätte.

Als Nahrungsergänzung hat sich hier die Braunalge Kelp bewährt. Sie enthält 0,2% Jod und 60,1% Proteine. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE empfiehlt eine tägliche Jodzufuhr von 150-200mcg am Tag. Im deutschsprachigen Raum ist diese Jodzufuhr nur schwierig zu erreichen. Deshalb ist die Jodzufuhr über Nahrungsergänzung dringend zu empfehlen.¹
(Quelle: Dr. Lothar Burgerstein – Handbuch Nährstoffe, 10. Auflage, Haug-Verlag 2002)

Soviel zu den Meeresalgen. Nun zu den Süsswasseralgen, die wir hauptsächlich als vollwertige Lebensmittel kennen. Die bekanntesten Vertreter sind die AFA-Algen, auch die Königin unter den blaugrünen Mikroalgen genannt, die Spirulina-Algen und die Chlorella-Algen. Während die AFA-Alge eine reine Wildalge ist, werden Chlorella-Algen und Spirulina-Algen in verschiedenen Ländern unserer Erde in sogenannten Aquakulturen angebaut. Bei den wertvollen Mikroalgen, bestimmt der Anbau und die nachfolgende Verarbeitung entscheidend den Anteil an wichtigen Nährstoffen und die Güte der Algen. Die natürlichen Schwankungen fallen hier nicht so sehr ins Gewicht. Wesentliche Qualitätsunterschiede ergeben sich durch die Düngung. Eine übermässige künstliche Düngung schlägt sich in einem erhöhten Phosphatgehalt im Algenprodukt nieder. Weiterhin entscheidend für die Güte des Endproduktes ist die Weiterverarbeitung: Werden die Algen bei hoher Temperatur getrocknet (über 40°C), beginnen viele Eiweiße und Vitalstoffe zu denaturieren, d.h. sie zersetzen sich und sind für den Körper als Nährstoffe wertlos. Ein ähnlicher Prozess findet sich bei der Gefriertrocknung: Durch den sekundenschnellen, hundertprozentigen Entzug von Wasser aus der Alge werden die Zellen bis zur Unkenntlichkeit zerstört, die Eiweiße (Aminosäuren) gehen kaputt. Als besonders schonendes Verfahren zur Erhaltung der Wert- und Nährstoffe der Algen hat sich die Lufttrocknung bewährt.

Qualitativ besonders hochwertige Algenprodukte erkennt man an der dunklen blaugrünen Farbe der Algentabletten und des Algenpulvers. Hellgrüne Tabletten können grössere Mengen an Zusatzstoffen enthalten, wie Sojalezithin, Magnesiumstearat oder Silicea, die als Press- oder Rieselhilfen beigemengt werden und oft wertlos oder gar störend sind. Gute Algenprodukte verzichten auf solche Zusätze.

Weiterführende Informationen und Produkte zu diesen Algen und Algenprodukten:
www.feine-algen.de


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1) Dr. Lothar Burgerstein – Handbuch Nährstoffe, 10. Auflage, Haug-Verlag 2002